Doppelte Ehrung für Anja Vollmer

Bei der Hauptversammlung des Musikvereins war sie verhindert, weshalb Anja Vollmer nachträglich mit Ehrungen und Präsenten bedacht wurde. Theresa Bauer stellte die Klarinettistin und Alt-Saxofonistin in persönlichen Worten in einer Rentnerbänd-Probe in den Mittelpunkt. Weil sie seit 40 Jahren ununterbrochen musiziere, würdige dies der Bund Deutscher Blasmusikverbände mit der Goldenen Ehrennadel und Urkunde. Auch der Musikverein würdigt seine Musikanten für eine so lange Blasmusikerzeit – nämlich mit der Ehrenmitgliedschaft. Dies bezeugt jetzt eine große Urkunde, die Anja Vollmer unter dem Applaus der Musikanten auch gern annahm. Wer Anja kenne, so Theresa Bauer, der weiß, dass einer ihrer Lieblingsorte ihr Garten sei. Aus diesem schöpfe sie kreativ viel Dekoratives auch für den Musikverein – ob zu Konzertdekorationen oder fürs Ziwwl-Fest. Viele Ereignisse würden ihre „blumige Handschrift“ tragen.

Neues Ehrenmitglied: Anja Vollmer (l.) erhielt von Theresa Bauer die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied im Musikverein.

Foto: Musikverein

 

Richard Sucher feiert mit den Musikern

Großer Bahnhof für Richard Sucher. Der Tenorhornist feierte seinen 65. Geburtstag und prompt kamen 34 Musikanten zusammen, um ihm ein Ständchen zu bringen. Sie trotzten dem eisigen Wind, spielten Marsch und Polka und genossen die Gastfreundschaft der Sucher-Familie im Freien. Roland Burst lobte den unermüdlichen Einsatz und die Zuverlässigkeit des Jubilars und überreichte ein „mobiles“ Geschenk.

Richard Sucher und Ehefrau Andrea mit dem Vorstandsteam Roland Burst (r.) und Carolin Serr (l.).

Foto: Albert Sucher

Theresa Bauer als Vorsitzende verabschiedet

Bei der Hauptversammlung des Musikvereins wurde die 32-jährige Theresa Bauer aus der Vorstandschaft verabschiedet. Sechs Jahre lang bildete sie mit Roland Burst das Vorstandsteam und „das hast du sensationell und souverän gut gemacht“, so Burst in seiner Laudatio. Gar 22 Jahre lang leitete Claudia Lederer das Finanzwesen des Vereins. Zuvor hatte die Finanzfachfrau vier Jahre lang bei Chefkassierer Richard Sucher hospitiert und davor die Musikerjugend vier Jahre lang in der Vorstandschaft vertreten. Ganz hängt sie ihr Wissen und Können nicht an den Nagel, denn im Förderverein übernimmt sie das Kassenwesen. Nach 16 Jahren als Beisitzerin endete für Heike Zimmer das Mitwirken in der Vorstandschaft. Die Schneidermeisterin habe seit 2006 mit Petra Kopp das Management für die Uniformen inne und immer wieder kreative Akzente bei Ziwwl-Fest und Konzert beim Dekorieren gezeigt. Robert Droll bleibt der Finanzwirtschaft des Vereins treu. Er wechselt nur die Seiten. Nach dreijähriger Kassiererverantwortung beim Förderverein ist er jetzt beim Musikverein „Herr des Finanzwesens“.

Dank für Ehrenamt: v.r. Theresa Bauer, Claudia Lederer, Roland Burst, Heike Zimmer, Robert Droll.

Foto: Musikverein

 

Förderverein sieht sich gut aufgestellt

In weniger als 30 Minuten vollzog der Förderverein des Musikvereins seine Hauptversammlung. In der Festhalle leitete Vorsitzender Daniel Hennig den zweijährigen Rückblick. Schriftführer Johannes Schneider listete 74 Mitglieder auf und blickte auf das 13. Ziwwl-Fest unter der Regie des Fördervereins, das als „to go“ in abgespeckter Form in 2020 realisiert wurde. Obwohl in 2021 keine Kontobewegungen stattfanden, berichtete Kassierer Robert Droll, dass man einen vernünftigen Zuschuss an den Musikverein übertragen konnte. Daniel Hennig schloss mit drei Bemerkungen: Er dankte Robert Droll für seine dreijährige Tätigkeit, war er doch bereits 2019 eingesprungen, als seine Vorgängerin Annik Obrecht aus beruflichen Gründen wegzog. Droll wurde zum Kassierer des Musikvereins gewählt und Claudia Lederer ist jetzt fürs Finanzwesen des Fördervereins zuständig. Seit zwei Jahren plant Clemens Burgert schon das Ziwwl-Fest und leitet die Durchführung. Er hat diese Aufgabe von Daniel Hennig übernommen. Dafür dankte Hennig dem Schlagzeuger, der am Abend aber verhindert war. Sozusagen das Fazit der Versammlung bildete der Satz: „Der Förderverein hat in 2020 und 2021 den Satzungszweck voll erreicht, nämlich die ideelle und finanzielle Förderung des Musikvereins.“ Ortsvorsteher Rainer Ganter freute sich über die eher stille Arbeit des Fördervereins, die aber umso wichtiger sei.

Förderverein des Musikvereins: v.l. Daniel Hennig, Johannes Schneider, Claudia Lederer

Foto: Musikverein

Äußerst seltene Ehrung für Gerhard Burgert

Bei der Hauptversammlung des Musikvereins am Freitag, 11. März, konnte man Zeuge eines „Applaus-Tsunamis“ werden: Die gesamte Versammlung erhob sich und klatschte frenetisch für Gerhard Burgert. Der 85-jährige „Kohlenwegler“ hatte kurz zuvor die Ehrennadel in Gold mit Diamant nebst Urkunde erhalten. Verdient hat er sie, weil er seit 1951, und demzufolge seit 70 Jahren, musiziert. Der Präsident des Acher-Renchtal-Musikverbandes, Klaus-Peter Mungenast, sprach davon, dass es ein ganz besonderer Abend sei. Fürwahr! Aus der Laudatio von Musikervorstand Roland Burst (r.) ging hervor, dass „unser Gerhard“ Flügelhorn, Bariton, Tuba, Tenorsaxophon und Alphorn, dazu noch Mundharmonika, Diatonische und Steirische und ganz früher die Blockflöte spielte. Dieses Instrumentenkarussell hält den Geehrten bis heute fit. Täglich übt er in seiner Kellerbar, in der schon viele „Musiker anders rauskamen wie sie reingegangen sind“, so Burst mit einem Lachen im Blick auf manchen 1. Mai-Tag. 27 Jahre lang wirkte Gerhard Burgert im Vorstand mit – als Schriftführer und Beisitzer. Theresa Bauer (l.), auch Vorsitzende, bedankte sich bei Klara Burgert mit Blumen. Die Ehefrau des Geehrten verwandelte beispielsweise lange Zeit ihre Küche in einen Ort, an dem man locker eine „Meerrettich-Kochshow“ hätte drehen können. Und zwar immer kurz vor dem jährlichen Ziwwl-Fest. Die Freundschaft zu Scherwiller liegt beiden Burgerts sehr am Herzen. Von 1967 an pflegen sie Kontakte zu einer Familie und natürlich zu Freunden der Harmonie Ste. Jeanne d’Arc, wie überhaupt der ganze Musikverein. Mit seiner Ehefrau legte Gerhard fast 30 Jahre lang nach dem Ziwwl-Fest eine Zwiebel oder einen Blumengruß an die Gräber der verstorbenen Musiker und Festhelfer. Ein ganz besonderer Dienst. Ortsvorsteher Rainer Ganter dankte dem Musikverein und seinem Förderverein für deren umfängliches Wirken „in unserem Dorf“. Für ihn sei der Musikverein eine große Familie, die harmoniere und somit gut funktioniere.